Aktuelles Heft #122


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist mir eine große Freude, Ihnen die zweite Ausgabe der Saarbrücker Hefte in diesem Jahr vorzustellen.

Unser Titelthema ist der Rechtsextremismus im Saarland. Anlass dafür ist, dass der Generalbundesanwalt nach 29 Jahren den Mordfall Yeboah neu aufgerollt hat. Beim Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft am 19. September 1991 in Saarlouis starb der 27jährige Samuel Kofi Yeboah, 18 Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungen der saarländischen Polizei blieben ergebnislos. Das Land und die Stadt Saarlouis lehnen es bis heute ab, den rassistischen Hintergrund der Tat anzuerkennen. Ein öffentliches Gedenken wird verweigert. Unserem Redakteur Wilfried Voigt ist es gelungen, das politische und gesellschaftliche Umfeld der Tat zu rekonstruieren. Saarlouis war zu der Zeit eine Hochburg der gewalttätigen Rechten in Deutschland. Voigt beschreibt, wie saarländische Politiker, Polizei, der Verfassungsschutz und die Justiz damit umgegangen sind und wie sie es auch heute tun.

Eine Chronik der rechtsradikalen Gewalttaten im Saarland seit 1990 offenbart, welchem Terror alle als Feinde definierten Menschen jahrelang ausgesetzt waren und noch immer sind. Diese Übersicht dokumentiert verübte und vereitelte Bombenanschläge, Waffen- und Messerangriffe, Friedhofsschändungen, Brandanschläge und vieles mehr. Ein Großteil der Taten blieb unaufgeklärt. Nur wenige Täter kamen vor Gericht. Es ist zu befürchten, dass die nichtdeutsche Herkunft vieler Opfer mit ein Grund für die inkonsequente Strafverfolgung war. Diese Chronik wurde nicht von offiziellen saarländischen Institutionen, wie dem Parlament oder dem Innenministerium angefertigt. Es sind antifaschistische Gruppen wie die Antifa Saar/Projekt AK und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen VVN-BdA, die diese Aufklärungsarbeit leisten. Währenddessen ist der Verfassungsschutz damit beschäftigt, diese Gruppen zu observieren und sie in der Öffentlichkeit als Linksextremisten zu ächten.

Mit der bisher kaum erforschten Geschichte des deutschen Kolonialismus und seinen Folgen an der Saar befassen sich gleich mehrere Beiträge. Sie können nachlesen, wie die Bürger 1913 in Saarbrücken lebten und wie die Ankunft von 40 Menschen schwarzer Hautfarbe verlief. Diese wurden dann fünf Wochen lang in der ersten Kolonialausstellung vorgeführt. In dem Text wird auch deutlich, dass der von deutschen Truppen 1904 im heutigen Namibia begangene Völkermord in Saarbrücken bekannt war und seine Akteure („ehemalige Afrikaner“) gefeiert wurden. Die „Helden“ des deutschen Kolonialismus werden heute noch in Völklingen durch Straßennamen geehrt und bis vor kurzem auch in Saarlouis – wir berichten darüber. Gertrud Selzer schaut sich das verbreitete Bild von Afrika in den Kinderbüchern an. Am Beispiel der Geschichte des sogenannten Abenteuermuseums in Saarbrücken zeigt sie auf, wie gedankenlos mit den Themen Kolonialismus und Rassismus umgegangen wird.

Es gibt Menschen, die nicht zulassen wollen, dass während des II. Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht begangene Massenmorde an der griechischen Zivilbevölkerung vergessen werden. Erich Steiner hat ein Gespräch mit der Menschenrechtsaktivistin Hilde Schramm und dem Regisseur Christoph Schminck-Gustavus anlässlich der Vorführung des Films „Der Balkon. Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ in Saarbrücken geführt. Dieser Beitrag ist als Ergänzung zu den Arbeiten des Künstlers Till Neu zu verstehen, die wir im Heft 121 präsentiert haben.

Den Wirtschaftsthemen in diesem Heft widmen sich unser Redakteur Klaus Gietinger und die Autoren Jonas Boos und Werner Ried. Dabei steht die Zukunft des Flughafens Saarbrücken, der Auto- und Zulieferindustrie und der geplanten Autobatteriefabrik im Saarland im Mittelpunkt. Halberg-Guss allerdings hat keine Zukunft mehr. Am 24. Juni 2020 wurde der letzte Motorblock in Saarbrücken gegossen. Bernd Mathieu, der 37 Jahre lang in der Fabrik gearbeitet hat, erzählt uns seine Geschichte. Ekkehart Schmidt führt uns auf seiner Kneipentour diesmal von Luisenthal nach Völklingen.

Als die alte Mensa der Saar-Uni in der ehemaligen Below-Kaserne zu klein wurde, bekam 1963 der Architekt Walter Schrempf den Auftrag, zusammen mit dem Bildhauer Otto H. Hajek ein neues Gebäude zu errichten. Das denkmalgeschützte Gebäude ist dieses Jahr 50 Jahre alt geworden. Laura Weidig und Mona Schrempf erzählen die Geschichte der im Stil des Brutalismus errichteten Mensa.

In unserer Galerie stellen wir die Corona-Collagen – Coronagen der Künstlerin Véronique Verdet aus. Im Literaturteil erwarten Sie Gedichte von Andreas H. Drescher und Texte von Sonja Ruf, Christine Haubrich und Klaus Behringer. Wir gedenken der im Herbst 2020 verstorbenen Künstler Andrea Neumann und Helge Dawo. Im Rezensionsteil sucht Gerd Schäfer nach saarländischen Spuren im Werk des Schriftstellers Wolfgang Brenner. Außerdem bespricht er den ersten Gedichtband von Albert Herbig. David Lemm präsentiert das Buch des Literaturwissenschaftlers Ralph Schock, in welchem expressionistische Autoren und Künstler mit einem Bezug zum Saarland porträtiert werden.

Das Jahr 2020 begann für die Saarbrücker Hefte mit der Streichung der jährlichen Förderung durch den Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (s. Heft 121). Den Antrag der SPD, der Linken und der Partei, uns aus dem städtischen Haushalt zu fördern, lehnte die regierende Koalition (CDU, Grüne, FDP) ab. Ein Gutachten solle klären, ob die Förderung rechtlich zulässig wäre. Nach 55 Jahren. Das ominöse Gutachten liegt bis heute nicht vor, da es nie in Auftrag gegeben wurde. Geld für die Hefte gibt es bis heute nicht. Wir bedanken uns bei Kultusministerin Christine Streichert-Clivot, bei der Sporttoto GmbH und dem Saarbrücker Bezirksrat Mitte für ihre Unterstützung. Erfreulich ist der steigende Verkauf und die Zunahme der Zahl unserer Abonnenten. Das macht uns optimistisch für die Zukunft.

Ein gutes Neues Jahr im Namen der gesamten Redaktion wünscht Ihnen

Sadija Kavgić

Im Mordfall Samuel Yeboah haben die Ermittler im Februar 2021 offenbar mindestens einen in der ehemaligen Saarlouiser Neonaziszene führenden Aktivisten als Täter in Verdacht. Bereits in der im Dezember 2020 erschienenen aktuellen Ausgabe der Saarbrücker Hefte (Nr. 122) wurde erstmals über frühere Skinheads als mutmaßliche Mörder berichtet. Hier haben wir den Artikel veröffentlicht: http://s835412654.online.de/572-2

Editorial

Sadija Kavgić

Rechte Gewalt

Wilfried Voigt

Klima der Angst

Saarlouis war »Schwerpunkt rechtsextremer Aktivitäten«

Chronik rechter Gewalt im Saarland 1990-2020

Erich Später

Kundgebung zur Erinnerung an Samuel Yeboah
am 19. September 2020 in Saarlouis
Mitschnitt der Rede

Josef Reindl

Braunland – Oder wie ich lernte,
dass Bombe nicht gleich Bombe ist

Bernd Rausch

»Die Bombe, die uns töten sollte« (Auszug)

Kolonialismus

Sadija Kavgić
Kolonialausstellung Saarbrücken 1913

Werner Michaltzik

Völklingens koloniales Erbe

Roland Röder

Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck
Eine Spurensuche in seiner Geburtsstadt Saarlouis

Gertrud Selzer

Afrikabilder in Kinderbüchern

Warum Kinderbücher nie unpolitisch sind

Zeitgeschehen

Klara-Katharina Bost

Radikalisierung im Zeitraffer

Neues von der »Querdenkerfront«

Klara-Katharina Bost

Naiver Kulturrelativismus

Der Umgang mit der islamistischen Rechten im Saarland

Klaus Gietinger
Im Sturzflug
Der »Airport Saarbrücken« wird verschwinden,
wie viele andere Regionalflughäfen auch

Jonas Boos

Car is over

Wohin geht die Reise der saarländischen Automobilindustrie?

Werner Ried

Irrwege der Asphaltierung
Können Saarländer wirklich nur Auto?

Bernd Mathieu

Nachruf Halberg Guss

Klaus Gietinger

Kolonialismus 4.0

Das Saarland bekommt eine chinesische Batteriefabrik

Matthieu Choblet und Erich Steiner

Griechenland-Solidarität Saarbrücken

Ein Gespräch mit Hilde Schramm
und Christoph Schminck-Gustavus

Laura Weidig

Brutalismus: Politische Ästhetik und Philosophie

Mona Schrempf

50 Jahre BauKunst Mensa

»Es war unsere Vorstellung von Multimedia«         

Galerie

Bülent Gündüz

Chronologie der Gefühle

Mit Collagen führt die Künstlerin Véronique Verdet
ein Tagebuch der Corona-Krise

Lokalitäten

Ekkehart Schmidt

Von Luisenthal nach Völklingen

Verwaiste Theken – unklare Zukunft

Literatur

Andreas H. Drescher

»Übungen in Einfachheit« – Zyklus »Großvater«

Klaus Behringer

ein weit geschwungnes grünfeld

Sonja Ruf

Kein Sex im Saarland

Christina Haubrich

Fluchtwagen

Nachrufe

Uwe Loebens

Dem unverrückbaren Augenblick entgegen

Nachruf Andrea Neumann

Hans Gerhard

Nachruf Helge Dawo

Rezensionen

Gerd Schäfer

Wie saarländisch ist er? Wolfgang Brenner in seinen heimatlichen Vergleichen

David Lemm

Ralph Schock – Nahezu vergessen – Expressionistische Autoren und Künstler aus der Saarregion

Gerd Schäfer

In Nachfolge des Schiebermützenmannes – Albert Herbig und die Trias von Konsum, Produktion und Information

Klaus Behringer, geb. 1958 in Saarbrücken. Freier Schriftsteller, Lektor und Herausgeber. Mitgründer der Zeitschrift Streckenlæufer. Dozent für Essayistik und Kreatives Schreiben an der Universität des Saarlands. Mitglied des PEN. Vorsitzender des Verbandes deutscher SchriftstellerInnen VS Saar. Veröffentlichungen u. a. Kronkorken im Hünengrab. Orte und Unorte in Wort und Bild (Topicana 8) 2003, Bannberg oder Vom Verschwinden der Helden im Wald. Eine Novelle (SR 2018).

Jonas Boos lebt und arbeitet in Saarbrücken. Studium der Volkswirtschaftslehre (Diplom) an der Universität Trier.

Klara-Katharina Bost beschäftigt sich derzeit sowohl wissenschaftlich als auch journalistisch mit der Kritik irrationaler Weltanschauungen, von Antisemitismus über Esoterik und religiösen Fundamentalismus bis zu Verschwörungsphantasmen.

Andreas H. Drescher, geb. 1962 in Schwalbach/Griesborn, Gewinner des Literatur Digital-Literaturpreises von DTV und t-online, Stipendium auf Schloss Wiepersdorf, veröffentlicht vor allem Lyrik (u.a. Fremde Zungen in der VS-Reihe Topicana), Prosa (u.a. den Roman Kohlenhund) und Hörbücher (u.a. Complicius Complicissimus). Beschäftigt sich mit der Fusion von Literatur und Künstlicher Intelligenz im Projekt Maldix.

Matthieu Choblet, geb. 1985, lebt und arbeitet seit 2016 in Saarbrücken. Studium Sprachen, Wirtschaft und Politik. Promotion an der RWTH Aachen in Politischer Ökonomie. Aktiv für die Initiative Griechenland-Solidarität Saarbrücken.

Hans Gerhard, geb. 1973 in Braunschweig, lebt in Saarbrücken. Veröffentlichungen auf Papier sowie im Rundfunk. In Buchform sind erhältlich die Kurzgeschichtensammlungen: Alles was wir brauchen, PoCul Verlag 2012, Mehr zu Hause als ich, Conte Verlag 2017, Aber möglich, möglich muss es doch sein, Conte Verlag 2019.

Klaus Gietinger, Autor, Regisseur und Sozialwissenschaftler. Kinofilme, TV-Movies, Serien, Kinder-, Dokumentarfilme, Drehbücher, Tatorte (Buch und Regie). Sachbücher und zwei Romane. Zuletzt erschienen: Kapp-Putsch. 1920 Abwehrkämpfe Rote Ruhrarmee, Stuttgart 2020. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Mehr Infos: www.gietinger.de

Bülent Gündüz, Kunsthistoriker, geboren 1971 in Saarbrücken. Volontariat und Redakteur beim Kunstmagazin ArtsJournal. Seit 2001 arbeitet er als Kunstkritiker für verschiedene Medien und schreibt Katalogbeiträge zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Er veröffentlicht Bücher zu Kunsttheorie und Kunstgeschichte, darunter auch die 2013 im Parthas Verlag verlegte Biografie zu Jackson Pollock. Seit 2019 ist er Mitglied des Kunstkritikerverbandes AICA.

Christina Haubrich, geb. 1967 in Bernkastel-Kues, Studium der englischen und spanischen Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Pädagogik in Trier, Saarbrücken und Valladolid. Im Schuldienst seit 2000, Weiterbildung zur Inklusionslehrerin 2012 bis 2014, Wechsel vom Gymnasium zur Gesamtschule 2014. 

Sadija Kavgić, Journalistin und Übersetzerin. Geboren in Tuzla, Jugoslawien. Infolge der Belagerung von Sarajevo 1992–1996 kam sie nach Deutschland. Publiziert in Deutschland und Bosnien und Herzegowina. Lebt in Saarbrücken.

David Lemm, geb. 1979 in Neustadt/Weinstraße, M.A., freier Mitarbeiter der Saarbrücker Zeitung, jetzt Lehramtsstudium, arbeitet momentan als Containment Scout am Gesundheitsamt in Neunkirchen.

Uwe Loebens, geb. 1958 in Völklingen, Künstler und Fernsehjournalist.

Bernd Mathieu, geb. 1967 in Blieskastel, von 1983 bis 2020 beschäftigt bei Halbergerhütte GmbH, Halberg-Guss GmbH, Halberg-Guss Management GmbH, Neue Halberg-Guss GmbH, Gusswerke Saarbrücken GmbH, von 1999 bis zuletzt als Projektleiter, von 2007 bis 2020 Mitglied des Betriebsrates, seit 07.07.2020 angestellt bei der IG Metall.

Werner Michaltzik, 1952 geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Völklingen, pensionierter Polizeibeamter, zuletzt Leiter der Polizeiinspektion Völklingen, Vorsitzender des Sicherheitsbeirates Völklingen (Kriminalprävention), Referent zu verschiedenen Themen bei der Volkshochschule, politisch engagiert in der SPD.

Bernd Rausch, literarisch und als Autor von Sachbüchern, u.a. zu Röchling tätig. Literatur (Die 4 Bücher der Nauwieser Trilogie, gemeinsam mit Joachim P. Schmitt). Künstlerisch zentrale Ausstellungen Menschheitsverbrechen und Frankfurt-Auschwitz und die im Web dargestellte Tagebuchauseinandersetzung über die Kriegsverbrecherdynastie der Röchlings. http://www.ausstellung-rausch.de

Josef Reindl, Sozialwissenschaftler und Mitglied des COGITO-Instituts für Autonomieforschung.

Werner Ried, geb. 1965, Diplomgeograph Dr. phil., Dissertation zum grenzüberschreitenden Schienenverkehr SaarLorLux. Er arbeitet für DB Fernverkehr AG in Frankfurt und für das saarländische Bahnunternehmen BahnLog GmbH. Ehrenamtlich ist er im Saarland Vertreter der Allianz Pro Schiene und Vorstandsvize des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

Roland Röder, Geschäftsführer der Aktion 3. Welt Saar e.V., aktiv an den Protesten gegen die Glorifizierung von Lettow-Vorbeck beteiligt. Zu diesem Thema nimmt er an Diskussionsrunden teil.

Sonja Ruf, lebt seit 2012 in Saarbrücken. Sie schreibt Erzählungen, Lyrik, Romane, meist zum Thema der weiblichen Erotik und aus der Perspektive der begehrenden Frau. Sie veröffentlichte bisher 13 Bücher, 2020 erschien Im Glanz der Kontrolle im Tübinger Konkursbuchverlag, 2019 der Roman für Kinder und für vorlesende Eltern Mallows oder Katzengrütze bei Fabulus, Fellbach. 

Gerd Schäfer, geb. 1960 in Dillingen/Saar; seit 1986 Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften, u.a. im Merkur; Redakteur des Schreibheft; interessiert sich vor allem für deutsche Literatur zwischen Notker Labeo und Friedrich Ani und für Thomas Pynchon.

Ekkehart Schmidt, geb. 1964, Volkswirt und Journalist, aufgewachsen in Teheran und Köln, seit 1994 im Saarland, bis 2008 wissenschaftlicher Angestellter für Migrationsfragen beim isoplan Institut, seitdem beim Verein etika in Luxemburg in der nachhaltigen Finanz tätig.

Mona Schrempf hat Sozial- und Kulturanthropologie, Indische Kunstgeschichte und Altamerikanistik an der Freien Universität Berlin studiert (Dr.phil. 2001). Forschung und Lehre an Universitäten zur Religions- und Medizinethnologie. Mitkuratorin der ethnografischen Dokumentarfilme und Ausstellungen zu tibetischer Kultur und Kunst. Mitglied des Instituts für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Kuratorin des multimedialen Projekts Denkmal anders 50 Jahre Bau_Kunst Mensa.

Gertrud Selzer ist selbstständige Buchhändlerin und Vorstandsmitglied der Aktion 3. Welt Saar e.V.. Sie arbeitete an der Flugschrift Afrika ist schwarz. Wirklich? AfrikaBilder in Kinderbüchern – eine kritische Reflexion mit.

Erich Später, geb. 1959, ist Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung Saar. Er publiziert in der Monatszeitschrift konkret. Letzte Buchveröffentlichungen: Villa Waigner. Hanns Martin Schleyer und die deutsche Vernichtungselite in Prag, Konkret Literatur Verlag Hamburg; Der dritte Weltkrieg – die Ostfront 1941–45, Conte Verlag St. Ingbert.

Erich Steiner, geb. 1954, Studium der Anglistik und Germanistik mit Promotion/Habilitation in Englischer Sprachwissenschaft; Forschungstätigkeiten-, Aufenthalte und Gastprofessuren in Saarbrücken, Luxemburg, Darmstadt, Großbritannien, USA, Australien, China, Brasilien; Professur in den Bereichen Sprache und Übersetzung an der Universität des Saarlandes von 1990 bis April 2020; aktiv im Umfeld von Gewerkschaften und in der Initiative Griechenland-Solidarität Saarbrücken.

Véronique Verdet, hat Freie Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar studiert

(Plastik und audiovisuelle Kunst). Lebt und arbeitet in Saarbrücken.

Wilfried Voigt, geb. 1951, zehn Jahre Redakteur bei der Frankfurter Rundschau, 18 Jahre Spiegel-Korrespondent (Inland), Wächterpreisträger 1986, freier TV-Journalist, mehrere Buchveröffentlichungen (u.a. Die Jamaika Clique ─ Machtspiele an der Saar).

Laura Weidig, geb. 1984 in Saarbrücken, Studium der Germanistik (B.A.), der historischen Anthropologie sowie der Kultur- und Mediengeschichte.