Geschichte der Saarbrücker Hefte


Gründung

Die Geschichte der Saarbrücker Hefte begann im Jahr 1955, als das Saarland noch eine autonome, mit Frankreich verbundene Republik war. Der erste Präsident des saarländischen Landtags, Bürgermeister der Landeshauptstadt, Widerstandskämpfer und Sozialdemokrat Peter Zimmer schrieb in seinem Geleitwort zur ersten Ausgabe:

„Als der Wunsch an mich herangetragen wurde, die Stadt Saarbrücken möge die Herausgabe einer repräsentativen Zeitschrift für das Saarland und seine Nachbarräume ermöglichen, habe ich mit Freuden meine Unterstützung zugesagt.

Saarbrücken, die Hauptstadt des Saarlandes, ist zugleich der Repräsentant unserer Heimat, ist seit alter Zeit ihr wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Daraus erwächst die Pflicht, ein so ernsthaftes Vorhaben wie die Saarbrücker Hefte in jeder Weise zu fördern.“

Peter Zimmer

Finanzierung

Der erste Herausgeber war das Saarbrücker Kultur- und Schulamt, bzw. der damalige städtische Konservator Dieter Heinz. Im Jahr 1989 übernahm dann der gemeinnützige Verein ‚Saarbrücker Hefte e.V.’ die Publikation und machte daraus „Die saarländische Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft“. Bis 2006 wurden die Hefte aus dem städtischen Haushalt und zuletzt aus dem persönlichen Verfügungsfond der Oberbürgermeisterin Charlotte Britz gefördert. Nach 65 Jahren stellten der Oberbürgermeister Uwe Conradt und eine Mehrheit im Stadtrat aus CDU, der Grünen und der FDP die städtische Förderung der traditionsreichen Zeitschrift ein.

Abonnements, Verkauf und Anzeigen bilden neben privaten Spenden und geringen, anderweitigen öffentlichen Zuwendungen die Finanzierungsgrundlage der Saarbrücker Hefte.

Derzeitige Pläne sehen eine weitere Professionalisierung der redaktionellen Arbeit und des Erscheinungsbilds der Saarbrücker Hefte vor. Die bisherigen Ausgaben sollen der Öffentlichkeit in einem Digitalarchiv zur Verfügung gestellt werden.

Redaktion

Seit ihrer Gründung werden die Hefte von einer ehrenamtlichen Redaktion geleitet. Der Redaktion gehören (Stand 2021) an: Bernhard Dahm, Klaus Gietinger, Sadija Kavgić (v.i. S.d.P.), Dietmar Schmitz (Vereinsvorsitzender), Wilfried Voigt, Laura Weidig, Reinhard Wilhelm.

Rezeption

Es gibt kaum saarlandverbundene AutorInnen, die noch nichts für die Hefte geschrieben haben. Dementsprechend werden die Hefte in saarländischen Medien stark wahrgenommen. Sie sind „ein Exot in der leider überschaubaren regionalen Medienlandschaft und gerade deswegen unverzichtbar“, „die einzige ernstzunehmende Kulturzeitschrift des Landes“, sie sind „die Saarbrücker Debatten-Beleber“, „sie haben sich dem Ziel verschrieben gegen den Filz anzuschreiben“, sie „geben unbequemen Meinungen den Raum“, sie „stellen verstaubte Überlieferungen und Interpretationen in Frage“. Betroffene Personen und Institutionen titulierten sie schon mal als „Saarlandleaks“ und „die grüne Enthüllungsplattform“.

RedakteurInnen bisher

Marlene Apmann, Georg Bense, Julian Bernstein, Peter Bierbrauer, Mirka Borchardt, Dirk Bubel, Bernhard Dahm, Ilka Desgranges, Angela Fitz, Yvonne Fleischhut, Klaus Gietinger, Harald Glaser, Mechthild Grandmontagne, Jörg W. Gronius, Hans Horch, Achim Huber (v.i.S.d.P.), Sadija Kavgić (v.i.S.d.P.), Eberhard Knödler-Bunte, Hermann Kotthoff, Eva Labouvie, Uwe Loebens (v.i.S.d.P), Mazhar Mohammad, Bernd Nixdorf, Josef Reindl, Dietmar Schellin, Dr. Armin Schmitt, Dietmar Schmitz, Peter Schmitt-Egner, Ralph Schock, Iris Schumacher, Herbert Temmes (v.i.S.d.P.), Elisabeth Thalhofer, Laura Weidig, Dr. Herbert Wender (v.i.S.d.P.), Reinhard Wilhelm, Wilfried Voigt.

AutorInnen (unvollständige Auswahl)

Jürgen Albers, Konstantin Ames, Dirk Amsel, Maja Andrack, Thomas Altpeter, Arnfried Astel, Nicole Baronsky-Ottmann, Andreas Bayer, Georg Bense, Julian Bernstein, Charlie Bick, Klara-Katharina Bost, Werner Brill, Marie Bröckling, Dirk Bubel, Wilfried Busemann, Silvia Buss, Bernhard Dahm, Hans Emmerling, Jo Enzweiler, Angela Fitz, Stefan Fricke, Tilla Fuchs, Hans Gerhard, Klaus Gietinger, Harald Glaser, Sabine Graf, Jörg W. Gronius, Alfred Gulden, Ludwig Harig, Joachim Heinz, Eugen Helmlé, Mark Heydrich, Hans Horch, Hans Husel, Sabine Janowitz, Veronika Kabis, Sadija Kavgić, Tobias Kessler, Reinhard Klimt, Franz-Josef Koenen, Johannes Koll, Sigrid Konrad, Fanta Kocourek, Alexander König, Fabian Lemmes, Uwe Loebens, Ivica Maksimovic, Jochen Marmit, Eva Mendgen, Till Neu, Bernd Nixdorf, Gerhard Paul, Boris Penth, Irene Portugall, Sven Rech, Josef Reindl, Werner Ried, Stefan Ripplinger, Schlomo Rülph, Rolf Sachsse, Helma Sanders-Brahms, Anke Schaefer, Dietmar Schellin, Dagmar Schlingmann, Arno Schmidt, Ekkehart Schmidt, Uschi Schmidt-Lehnhard, Dietmar Schmitz, Ralph Schock, Erik Schrader, Christoph Schreiner, Volker Schütz, Sikander Singh, Delf Slotta, Erich Später, Gisela Tascher, Herbert Temmes, Elisabeth Thalhofer, Wiebke Trapp, Fabian Trinkaus, Wilfried Voigt, Eberhard Wagner, Alena Wagnerová, Sig Waller, Rena Wandel-Hoefer, Laura Weidig, Herbert Wender, Nicholas Williams, Reinhard Wilhelm.